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Elfi Schramm
31.07.2012

Rezension: Ohne Wundermittel

Der Autor Peter Mathes, ein erfahrener Internist und Kardiologe, hat eine Art Wegweiser geschrieben, um einem Herzinfarkt vorzubeugen, ihn rechtzeitig zu erkennen, zu behandeln und die richtige Nachsorge zu treffen.

Man spürt während der gesamten Lektüre die Empathie des Experten für seine Patienten. Eine wesentliche Ursache für Herzprobleme sieht er im Lebensstil begründet. Erfolgsstreben, Zeitdruck, Bindungsverluste sowie soziale und geografische Mobilität können zum Herzinfarkt führen. Aber auch erbliche Veranlagung spielt eine wichtige Rolle. Der Leser erfährt auch, wie sich ein Infarkt ankündigt und welche Methoden der Behandlung es gibt.

Sehr viel Aufmerksamkeit widmet der Herzspezialist der Nachsorge und Rehabilitation. Er findet, dass »die Zeit nach dem Herzinfarkt für jeden Betroffenen ein neuer Lebensabschnitt ist. Der Infarkt ist kein Betriebsunfall; die Konsequenzen daraus werden für den weiteren Lebensweg entscheidend sein.« Um Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu steigern, empfiehlt Mathes Ausdauerbelastungen, Entspannungsmethoden und Pulskontrolle. Vor allem warnt er vorm Rauchen: »Spätestens der Infarkt sollte der Starschuss für eine Nichtraucherkarriere sein!«

Wundermittel kommen in diesem Buch nicht vor, stattdessen wird an das eigene Engagement appelliert. Der Mensch sollte umdenken, vermeidbare Risiken ausschalten und an sich arbeiten. Der Experte rät zur Mittelmeerernährung, denn die »Umstellung auf traditionelle mediterrane Ernährung halbiert die Zahl der schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignisse«.

Peter Mathes: Ratgeber Herzinfarkt, Springer-Verlag GmbH, 260 S., pb.,19,95 €.

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