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01.08.2012

Ensemble Welterbe

(dpa). Berlin will neben dem Jüdischen Friedhof in Weißensee auch das Hansaviertel gemeinsam mit der Karl-Marx-Allee als UNESCO-Welterbe vorschlagen. Der Senat beschloss am Dienstag in letzter Minute, zwei Bewerbungen bei der Kultusministerkonferenz einzureichen. Das grüne Hansaviertel im Westen und die monumentale einstige Stalin-Allee im Osten sollen als Beispiel für den Städtebau im geteilten Berlin geschützt werden, wie es eine Bürgerinitiative gefordert hatte.

»Ich freue mich, dass Berlin sich dazu bekennt, zwei herausragende Nominierungen für die nationale UNESCO-Weltkulturerbeliste vorzuschlagen«, erklärte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Für die Initiative sagte der frühere Kultursenator Thomas Flierl (LINKE): »Es ist wunderbar, dass eine Architektur, die in Konfrontation von Ost und West entstanden ist, jetzt gemeinsam vertreten wird. Das ist ein Zeichen für die gelungene Verständigung der Stadtgesellschaft.«

Schon am 3. Juli hatte der Senat beschlossen, den Jüdischen Friedhof Weißensee für die deutsche Vorschlagsliste zu empfehlen. Jedes Bundesland kann bis zum Mittwoch zwei Denkmäler bei der Kultusministerkonferenz anmelden. 2014 entsteht daraus eine deutschlandweite Liste, die dann schrittweise bis 2026 bei der Weltkulturorganisation beantragt wird. Mit dem Jüdischen Friedhof steht Berlin in Konkurrenz zu anderen Bundesländern: Auch Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen nominieren Denkmäler aus ihrem jüdischen Erbe.

Der zweite Berliner Vorschlag soll jetzt an die Geschichte der geteilten Stadt erinnern. Die vom Architekten Hermann Henselmann geprägte Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin gilt als Paradebeispiel für monumentale sozialistische Architektur der Nachkriegsjahre. Als Gegenentwurf war das Hansaviertel in West-Berlin zur internationalen Bauausstellung Interbau 1957 am Tiergarten errichtet worden. Berühmte Architekten wie Oscar Niemeyer, Alvar Aalto oder Walter Gropius waren beteiligt.

Der Vorsitzende des Bürgervereins Hansaviertel, Thilo Geisler, reagierte erfreut auf den Beschluss: »Das ist eine gigantische Freude, mir läuft vor Begeisterung eine Gänsehaut über den Rücken.« Das gemeinsame Vorgehen von drei Bürgerinitiativen habe sich gelohnt.

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