Volkmar Draeger 02.08.2012 / Berlin / Brandenburg

Die Heimat um den Magnolienfluss

»Mulanxi - Unbeständigkeit« thematisiert die Zhong Gallery

Unbeständig ist nicht nur das Leben der zahllosen chinesischen Wanderarbeiter. Unbeständig meint in der aktuellen Ausstellung der Zhong Gallery auch die Existenz, wie sie Chinesen führten, die vor Zeiten nach Südostasien ausgewandert sind, nach dorthin ihre kulturelle Tradition mitgenommen und sie weiterentwickelt haben, wohl auch in Reibung mit dem, was sie in der Wahlheimat vorfanden. Wobei Südostasien jene Länder umfasst, die Europa darunter versteht, den Landzipfel von Myanmar bis Vietnam. Dieser Migrationsprozess liegt Jahrhunderte zurück und wirkt doch bis in die Gegenwart nach. Etwa in der Sippe Chen, die um 1900 auswanderte und heute verstreut über weite Landstriche lebt. Ihren Ursprung hat sie aber in einem Dorf nahe Futian im Südosten Chinas, auf Höhe der Insel Taiwan. Der Magnolienfluss, Mulanxi, quert diese Gegend als ein Hauptfluss der umgebenden Provinz, ist wichtige Lebensader. Was die Brüder Chen, Yufan, geboren in Futian 1963, Yujun, geboren dort 1973, beide heute ansässig in Hangzhou nahe Shanghai, beim Besuch im Geburtsort empfanden, wurde ihnen Anlass für eine Ausstellung. »Mulanxi - Unbeständigkeit« heißt sie und setzt ein Denkmal all denen, die einst fortzogen und dennoch mit dem Magnolienfluss verwurzelt blieben.

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