06.08.2012

Wichtig, nicht verloren zu haben

Fabian Lustenberger zum 2:2 von Hertha BSC

Am Wochenende startete die 2. Fußball-Bundesliga in die neue Saison. Erstligaabsteiger Hertha BSC hat den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgerufen. Beim ersten Heimspiel gegen den SC Paderborn vor 23 000 Zuschauern kamen die Berliner jedoch nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus, schafften den Ausgleich erst zwei Minuten vor dem Abpfiff und enttäuschten spielerisch. Mit Mittelfeldspieler FABIAN LUSTENBERGER sprach ALEXANDER LUDEWIG.

nd: Herr Lustenberger, würden Sie jetzt Glückwünsche annehmen?
Lustenberger: Für die Leistung ja auf jeden Fall. Wir haben über 90 Minuten eine gute Leistung gezeigt. Paderborn hatte nur drei Torchancen. Und wenn man so spät dann noch den Ausgleich macht, kann man zufrieden sein.

Aber ist für einen Aufstiegskandidaten ein Punkt im Heimspiel nicht zu wenig?
Ja, schon. Wir sind natürlich noch nicht bei hundert Prozent, dass haben wir heute gesehen. Wenn wir aber in den nächsten Spielen unsere Tore früher schießen und in Führung gehen, werden wir auch gewinnen.

Man hatte zumindest eine Stunde lang den Eindruck, dass gerade das Spiel nach vorn noch nicht richtig läuft. Wenige Kombinationen, viele lange Bälle, kaum Zusammenspiel.
Wir sind eine neue Mannschaft mit vielen neuen Spielern. Da ist es selbstverständlich, dass im ersten Spiel nicht gleich alles klappt. Aber es war wichtig, dass wir das Spiel nicht verloren haben, dass wir Moral, Einsatzwillen und Kampf gezeigt haben und zwei Mal einen Rückstand gedreht haben. Das war in der letzten Saison nicht der Fall, jetzt haben wir das im ersten Spiel gut gemacht. Letztendlich sind wir froh über den Punkt, aber natürlich müssen wir in den nächsten Spielen auch gewinnen.

Ist der Druck nach zwei verlorenen Punkten jetzt noch größer?
Nein, der Druck in Berlin ist immer groß, egal, ob wir in der ersten oder zweiten Liga spielen und wie jetzt Aufstiegskandidat Nummer eins sind.

Werbung in eigener Sache

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken