07.08.2012

Unangenehmes Exempel

Hans-Dieter Schütt über den Fall Drygalla und den Preis der Freiheit

Darf jemand, in einem Land, in dem Nazis eine legale Partei bilden, keinen Nazi lieben? Im Fall der deutschen Ruderin Nadja Drygalla, die von den Olympischen Spielen in London abreiste, nachdem bekannt wurde, dass sie seit Jahren mit einem Neonazi liiert ist, drängt sich das Gefühl auf, dass an einer 23-Jährigen ein unangenehmes Exempel statuiert wird. Ein landestypischer, seit Generationen wirkender Widerspruch: erst Langmut, dann, schon bei der geringsten Gesinnungsprüfung, vor Übereifer eine Lust an der Inquisition. Hans-Dieter Schütt über den Fall D. und den Preis der Freiheit: lernen zu müssen, das Böse aushalten zu können. Den ganzen Text lesen sie in der Mittwochausgabe des „nd".

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