Tom Strohschneider 07.08.2012 / Inland

Bundestagsabgeordnete sorgen sich um Pussy Riot

Fraktionsübergreifender Appell an russischen Botschafter in Berlin / Linken-Politiker kritisiert »Neo-Zarismus«

Während der Staatsanwaltschaft im Prozess gegen die Mitglieder der Band Pussy Riot dreijährige Haftstrafen fordert, wächst der Protest gegen das umstrittenen Verfahren: Nun haben 100 Bundestagsabgeordnete an den russischen Botschafter appelliert

Berlin (nd). Im umstrittenen Prozess gegen die Band Pussy Riot droht den Angeklagten Musikerinnen und Aktivistinnen Maria Alechina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch eine Haftstrafe von drei Jahren. Das Verfahren und die Forderung der Anklage hatten bereits weltweit Proteste ausgelöst. Am Dienstag bekundeten nun mehr als 100 Bundestagsabgeordnete ihre Sorge »über die Umstände des strafrechtlichen Verfahrens«. In einem Brief an den russischen Botschafter in Berlin, Wladimir M. Grinin, heißt es, man empfinde die mehrmonatige Untersuchungshaft und die Strafandrohung gegen die drei jungen Frauen »als drakonisch und unverhältnismäßig«. Initiiert wurde die fraktionsübergreifende Aktion von den menschenrechtspolitischen Sprechern der Grünen, Volker Beck, der FDP, Marina Schuster, und der SPD, Christoph Strässer, sowie dem Unions-Abgeordneten Frank Heinrich, der Mitglied im Menschrechtsausschuss des Bundestags ist.

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