Thomas Gesterkamp 10.08.2012 / Bildung und Wissenschaft

Im Turbo zum Abitur

Die verkürzte Schulzeit an den Gymnasien ist in Deutschland (West) weiter umstritten

Zwölf Jahre Schulzeit bis zum Abitur waren im Osten Deutschlands schon immer üblich. Der Westen hat im letzten Jahrzehnt nachgezogen, unter teilweise chaotischen Bedingungen: Der Umfang des Lehrstoffs blieb trotz Verkürzung mancherorts gleich; Unterricht am Nachmittag wurde zur Regel, ohne dass die entsprechende Infrastruktur ausgebaut worden wäre.

Manche nehmen's mit Ironie

Jana hat einen Zehnstundentag. Um zwanzig nach sieben verlässt die Kölner Gymnasiastin ihr Elternhaus, geht zur Straßenbahn-Haltestelle. Unterwegs steigen Freundinnen zu; in der Schule angekommen, warten auf die Zwölfjährigen bis zu acht Stunden Unterricht. Die Pausen sind kurz, ein warmes Essen in der Mittagszeit gibt es nicht. Eine gute Viertelstunde dauert der Aufenthalt in dem umfunktionierten Klassenzimmer, das als provisorische Mensa dient. Janas biologische Leistungskurve befindet sich auf dem Tiefpunkt, doch es geht gleich weiter mit Chemie, danach kommt noch Sport. Als sie das Schulgebäude verlässt, ist es fast vier, daheim folgen die Hausaufgaben. Die schafft sie, wenn sie sich konzentriert, bis gegen 18 Uhr. Im Winter ist es dann schon dunkel, viel unternehmen kann sie nicht mehr. Schnell noch das Kaninchen gefüttert und eine Runde Einrad gefahren, die Eltern warten bereits mit dem Abendbrot.

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