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Von Jürgen Amendt
10.08.2012

Digital statt analog

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Karikatur: Christiane Pfohlmann

Computertechnisch gesehen sind die Schulen in Deutschland - zurückhaltend formuliert - noch entwicklungsfähig. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man die Ergebnisse einer Studie der TU Dortmund betrachtet. »Bezogen auf die schulische Nutzung digitaler Medien liegt Deutschland (...) in der Sekundarstufe international im unteren Drittel«, heißt es da. Weniger als 50 Prozent der Sekundarschüler berichten, dass sie im Unterricht mit digitalen Medien lernen, an den Grundschulen sind es knapp über 50 Prozent kaum mehr.

Dabei haben laut Studie mehr als vier Fünftel der befragten Schüler angegeben, dass sie in Fächern wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften - also im Prinzip in allen Fächern - gerne mit Hilfe des Computers lernen würden.

Als Grund für die digitale Unterversorgung in den Klassenzimmern nennt die Studie folgende Gründe: Zum einen seien die Schulen mangelhaft ausgestattet, zum anderen die Lehrer wenig informiert und didaktisch für den Computer aufbereitete Angebote nicht bekannt; Fortbildungsangebote für Pädagogen gebe es zu wenige, zumeist seien diese Bildungsangebote auch nicht verpflichtend.

Mehr und bessere Fortbildungsangebote und eine bessere Ausstattung mit Computern helfen allein allerdings nicht. Digitales Lernen heißt ja nicht nur, dass jemand in der Lage ist, eine Computermaus zu bedienen und Programme zu starten. Digitales Lernen bedeutet auch eine andere Lernkultur zu entwickeln, in der Lehrer nicht mehr Lehrbuchwissen exklusiv verkünden, sondern Schüler selbst zu aktiv Lernenden werden, sich mittels neuer Medien Wissen selbst aneignen, der »analoge Draht« zwischen Lehrer und Schüler also durch eine »digitale Röhre« ersetzt wird.


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