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13.08.2012
Kairo

Gefechte mit Extremisten auf dem Sinai

Ägypten stimmt Vorgehen mit Israels Führung ab

Kairo (dpa/nd). Auf der Halbinsel Sinai bleibt es unruhig. Eine Woche, nachdem Extremisten 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen hatten, gab es am Sonntag erneut Gefechte. Bewaffnete Islamisten beschossen das Lager der internationalen Friedenstruppe MFO in Um Schihan, wie von Sicherheitskreisen in der Provinzhauptstadt Al-Arisch zu erfahren war. Verletzt wurde niemand. In Al-Gura tötete das ägyptische Militär bei einer Kommandoaktion sieben Extremisten. Die internationale Friedenstruppe Multinational Force & Observers (MFO) wacht seit 1982 über den militärischen Frieden auf dem Sinai. Sie basiert auf dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten von Camp David aus dem Jahr 1979.

Zum ersten Mal seit dem Camp-David-Frieden kreisen ägyptische Kampfjets und Hubschrauber über Gebieten unmittelbar an der Grenze zu Israel. Auch Panzer und Geschütze kommen gegen die vermuteten Verstecke der Extremisten zum Einsatz. In Kairo ist es ein offenes Geheimnis, dass das ägyptische Militär diese Aktionen eng mit der Führung in Jerusalem abstimmt. Kommentar Seite 7

4 Kommentare

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  • Ani-metaber / 13. Aug 2012 14:38

    Rätselhafte Sphinx Ägypten bzw. Mursi?

    Ob eine enge Zusammenarbeit zwischen Ägypten und dem Kolonistenstaat zur Zeit vorliegt ?
    Die Meldung aus der JP in den letzten Tagen, wonach „Israel“ es Ägypten erlaubt habe, Kampfhubschrauber im Sinai einsetzen zu dürfen, setzt auch hier Fragezeichen.

    „Israel OKs Egypt attack helicopters in Sinai“

    www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=280732

    Wie auch immer,

    wenn in Ägypten Städten ein nicht zu übersehender Bevölkerungsanteil auf die Straße geht, um das Vorgehen des gewählten Präsidenten gegenüber dem Militär zu feiern, ist dies ein Signal, wie sie die Vorgänge verstanden wissen wollen und in welche Richtung sie drängen.

    Was diese Vorgänge für die Entwicklung der Demokratie in Ägypten bedeuten können und ob damit auch der Weg für eine wirtschaftlichen Umbau im Land offener wird, denn es sind gerade dort Veränderungen notwendig,
    ist nicht zu erkennen, auch nicht, welchen Einfluß Berlin und Washington dabei nehmen.

    Von dort war bislang eher ein Interesse an allem zu erkennen, dass es Tel-Aviv ermöglichte, seinen Würgegriff gegenüber den Palästinensern im Gazastreifen aufrechtzuerhalten.

    Vielleicht sind die Schüsse bei Kerem Schalom, wo Importe nach Gaza zwangsweise über israelisches Territorium geführt werden, nach hinten los gegangen.

    Aber das Militär stand und steht ja nicht nur für eine Allianz mit den USA, sondern auch für Hindernisse einer Umgestaltung in Ägypten am Pranger.

  • Rotspoon / 13. Aug 2012 15:37

    Wie wunderbar sind Deine Bilder

    immer wieder, oh @ANI-METABER.

    Für den NAHEN OSTEN, Ägypten eineschlossen, bietet sich dieser Löwenmensch, dem Napolions Kolonialsöldner einst die Nase abschlugen, aber doch ganz und gar nicht als Sinnbild an. So weit dort der Sand der Wüsten reicht und überall noch ein bisserl darüber hinaus - nirgens Rätsel! Alle, wie sie dort derzeit versammelt und gruppiert sind (Assad sicher, Hisbolla, Hamas und die Drusen möglicherweise ausgenommen), hängen am Tropf oder stehen unter der Fuchtel von Ankel Säm.

    Wenn da gefochten wird auf dem Sinai, sind allemal Extremisten unter sich. Wer könnte dort gemäßigt sein oder gar gar kein Extremist?

    Und mit Demokratie, mit der unsrigen gar, haben die Leute da in den Wüsten und am Nil (die Israelis ausgenommen, ihre Vorväter haben diesen Wechselbal in jurop ja damals mit aus der Taufe [oh Zebaot, vergib mir] gehoben) rein gar nichts am Hute. Also der demokrässi wegen sollten wir uns keine grauen Haare wachsen lassen

  • Ani-metaber / 14. Aug 2012 05:50

    Re: Wie wunderbar

    Wer weiß, wohin die Reise geht,
    immerhin läßt Frau Leukefeld in der JW ein paar Zahlen zu den wirtschaftlichen Grundlagen. mit denen Mursi umgehen muss oder kann, sprechen.
    Sie berichtet abseits von den Dauerzahlungen, die besagter Onkel Säm, leiste von „500 Millionen US-Dollar an die ägyptische Zentralbank“ die aus Katar binnen Kürze flössen, als erste Charge von insgesamt 2 Milliarden $.
    Saudi-Arabien habe „..bereits im Juni 430 Millionen US-Dollar überwiesen und für Öllieferungen einen Kredit von 750 Millionen US-Dollar eingeräumt..“

    www.jungewelt.de/2012/08-14/021.php

    Unklar was von vermeintlichen Klagen der Hamas gegenüber jüngsten Maßnahmen und „Mursi“ zu halten ist,
    die auch als Aufforderung an Mursi gedeutet werden könnten, Ägypten solle endlich aus der nicht durch Verträge erzwungenen Hilfeleistung für die Gazablockade heraustreten und Warenlieferungen nach Gaza direkt über Rafah zulassen.

    'Morsy gov't imposing pain on Gazans like Mubarak'
    www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=281093

    wenn man einem Bericht der Ha´aretz Glauben schenken wollte, dann gehen ägyptische Behörden nur gegen nicht von der Hamas kontrollierte Tunnel an der ägyptisch-palästinensischen Grenze vor; man möchte es nicht darauf ankommen lassen, daß die Existenzgrundlage für 70000 zu Versorgende, die vom Tunnelgewerbe leben sollen, ersatzlos verschwände.

    „Gazans hope for easing of Egypt's clampdown on smuggling tunnels“
    www.haaretz.com/news/middle-east/gazans-hope-for-easing-of-egypt-s-clampdown-on-smuggling-tunnels-1.458034

  • Ani-metaber / 14. Aug 2012 05:55

    Re [2]: Wie wunderbar

    Fast nicht vorstellbar erscheint, daß über diese Tunnel im vergangenen Jahr 13 000 Autos Eingang in den Gazastreifen gefunden haben sollen
    – nur am Rande leite ich da eine Forderung nach einem funktionierenden ÖPuGNV ab –
    und es Aufgabe der Hamas in Absprache mit Ägypten geworden sein soll, in Zukunft nur Neuwagen durchzulassen, weil man Diebstähle auf ägyptischer Seite beklage.

    Ob das extrem ist, kann man bezweifeln.

    Bei der Sachlage ist die bedeutsamste sich stellende Frage für „Israel“ und seine vermeintlichen Unterstützer, was Ägypten weiterhin davon abhalten sollte, einen normal üblichen Grenzverkehr mit dem Gazastreifen zu ermöglichen.

    Dann können die PA, die Israelis wie auch die EU erläutern, was deren Vereinbarungen, die Importe nach Gaza zwangsweise über israelisches Territorium zu führen eigentlich bewirken sollten.
    Dabei ließe sich reflektieren, was die EU mit der „EUBAM“ zur Verschleierung der tatsächlich weiterhin gegebenen Besatzung des Gazastreifens durch „Israel“ beigetragen haben.

    Die EU kann sich mit Ägypten offen und für jeden nachvollziehbar auseinandersetzen, welche Güter es nach Gaza lassen sollte oder nicht, falls sie ernsthafte und humanitär vertretbare Absichten gegenüber den Menschen im Gazastreifen verfolgte.

    Ebenso offen kann die EU dann auch mit möglichen Stellungnahmen und Einwänden aus Tel-Aviv umgehen, mal sehen, was sie den Tel-Avivern zu entgegnen weiß, wenn etwa von dort beklagt wird, das Güter des täglichen Bedarfs, der medizinischen Versorgung, Baumaterial, Treibstoffe oder Lebensmittel in den Gazastreifen gelangen.

    Bei diesen Stellungnahmen kann sie dann auch gleich eine aktualisierte Rechnung nach Tel-Aviv senden, denn für die Kosten der Versorgung der Zivilbevölkerung hat die Besatzungsmacht aufzukommen. Diese Kosten fallen um so höher aus, je weniger man den Besetzten die Eigenversorgung gestattet bzw. ermöglicht.

    Aber wenn Du - Rotspoon jetzt verstärkt der Ernte im Garten nachgehen möchtest,,,,

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