Anna Maldini, Rom 14.08.2012 / Ausland

Gedenkstätte für Mussolini-Minister

Italienische Gemeinde weihte Wallfahrtsort für Neofaschisten zur Ehrung des Kriegsverbrechers Rodolfo Graziani ein

In einem kleinen Ort nahe Rom wurde am Samstag eine Gedenkstätte für Mussolinis Kriegsminister eingeweiht. Finanziert wurde es von der Regionalregierung, die von einer ultrarechten Koalition gestellt wird.

»Das ist so, als würde in Deutschland in irgendeinem gottverlassenen Örtchen ein Denkmal für Göring oder Hesse aufgestellt werden«, sagt Esterino Montino, Fraktionsvorsitzender der Demokratischen Partei im Regionalparlament von Lazium, der Region rund um die italienische Hauptstadt Rom. Er kann es einfach nicht fassen, dass in der Gemeinde Affile östlich der Hauptstadt Italiens eine Gedenkstätte für den Kriegsverbrecher Rodolfo Graziani errichtet und dann mit dem Bürgermeister, Regionalpolitikern und einem Monsignore an der Spitze feierlich eingeweiht wurde.

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