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Von Nissrine Messaoudi
14.08.2012

Fünf Millionen mehr für Bäder

Bürgerinitiative kritisiert Sanierung von Vereinsbad in der Thomas-Mann-Straße

Abflussgestank steigt einem in die Nase, wenn man die Schwimmhalle Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg betritt. Die Fliesen der Schwimmbecken sind vergilbt. Putz bröckelt von der Decke. Das Bad liegt seit Mai 2011 auf dem Trockenen. Mit der Abstimmung über den Doppelhaushalt 2012/2013 hat das Abgeordnetengaus nun weiteres Geld für die Sanierung der Berliner Bäder zur Verfügung gestellt. In diesem wie im kommenden Jahr fließen fünf Millionen Euro zusätzlich in die Berliner Bäder Betriebe (BBB). Davon profitiert vor allem die von Schulen und Vereinen genutzte Schwimmhalle Thomas-Mann-Straße. 4,4 Millionen Euro kommen ihr zugute.

»Die Abgeordneten haben sich mit ihrer Entscheidung klar zu den Bädern in der Stadt bekannt«, sagte Sport-Saatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) gestern vor Journalisten. Damit können die insgesamt 37 kommunalen Schwimmhallen langfristig gesichert werden. Mit dem Bädersanierungsprogramm unterstützt der Senat mit rund 50 Millionen Euro bereits seit vier Jahren die Instandsetzung und Modernisierung der Bäder.

Warum jedoch die Schwimmhalle Thomas-Mann-Straße saniert werden kann und nicht das Bad Wolfshagener Straße in Pankow, das 2002 geschlossen wurde, leuchtet der Bürgerinitiative »Volksbad Pankow« nicht ein. Anders als die Halle Thomas-Mann-Straße ist das Schwimmbad Wolfshagener Straße öffentlich und würde somit eher von Gelegenheitsschwimmern besucht werden. Architekt Franz Schmid, der sich in der Bürgerinitiative engagiert, betonte, dass sich in unmittelbarer Nähe der Halle Thomas-Mann-Straße außerdem zwei weitere Bäder befinden. In Pankow gebe es hingegen keine einzige Schwimmhalle. Die Bürgerinitiative hat schon vor Jahren über 12 000 gesammelte Unterschriften an die Sportverwaltung übergeben, ohne Erfolg. Staatssekretär Statzkowski zeigte gestern zwar Verständnis für den Wunsch der Initiative, verwies jedoch darauf, dass im Jahr 2001 festgelegt wurde, welche Bäder saniert und welche geschlossen werden. »Das Land kann sich nicht mehr als 37 Bäder leisten«, so Statzkowski.

»Pankow wächst und wir wollen, dass die Kinder Schwimmen lernen«, erklärte die Pankower Bezirksstadträtin Lioba Zürn-Kasztanowicz (SPD). Schulklassen, die sonst in die Thomas-Mann-Straße kamen, müssen seit letztem Jahr auf andere Bäder ausweichen. Das sei kein haltbarer Dauerzustand.

Etwas Geduld müssen Schulen und Vereine dennoch aufbringen. Die Wiedereröffnung des Bads ist 2014 geplant. Derzeit laufe ein bauliches Gutachten, das die genauen Kosten ermitteln soll. »Man darf trotz umfangreicher Sanierungen keine komplett neue Halle erwarten«, warnte Technik-Leiter der BBB, Wolfram Kaube. Vor allem die veraltete Technik, Lüftungsanlagen und Rohrleitungen machten einen erheblichen Teil der Mängel aus. Diese werden wahrscheinlich einen Großteil der Mittel schlucken. »Das ist zwar teuer, aber auch nötig«, betonte BBB-Vorstand Michael Schenk.

Auf der Sanierungsliste stehen neben der Schwimmhalle Thomas-Mann-Straße das Freibad Tegel, das Kombibad Gropiusstadt und das Kombibad Spandau-Süd. Die Instandsetzung wird Schätzungen zufolge insgesamt 6,3 Millionen Euro kosten. Von den bewilligten Geldern werden den Angaben nach 25 weitere Schwimmbäder profitieren, darunter auch die Schwimm- und Sprunghalle am Europasportpark (SSE).

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