Von Andreas Fritsche
30.08.2012
Brandenburg

Antifaschismus Schwerpunkt beim Friedensfest

Die LINKE ist am 1. September in Strausberg, Schwedt, Teltow und Kleinmachnow aktiv

bd4a483889074ec9e1eb4c6bfdb44e91.jpg
Enkelmann, Golze, Kaiser (v.l.) beim Friedensfest 2007

Der 1. September, der Tag des faschistischen Überfalls auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs markiert, gilt als Weltfriedenstag. Zu diesem Termin organisiert die LINKE in verschiedenen Städten Brandenburgs Veranstaltungen.

In Schwedt, an der polnischen Grenze, werden beispielsweise um 10 Uhr auf dem Neuen Friedhof Kränze niedergelegt. In Teltow stellt die LINKE von 10 bis 12 Uhr am Ahlener Platz und vor dem Eingang von Kaufland in der Potsdamer Straße Infostände auf.

Der Kreisverband Potsdam-Mittelmark und der Berliner Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf veranstalten ab 14 Uhr im Rathaus von Kleinmachnow, Adolf-Grimme-Ring 10, gemeinsam mit dem Kulturbund ein Friedensfest. Zum Auftakt wird der israelische Firm »Die Wohnung« gezeigt. In dem Streifen wird eine Familie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Es gehe um die enge Freundschaft zur Familie des früheren SS-Komandanten Leopold von Mildenstein, heißt es in der Ankündigung. »Da dieser Film sein Publikum fast ausschließlich in Programmkinos findet, ist das eine fast einmalige Gelegenheit, ihn hier in der Region zu sehen.«

Nach der Filmvorführung diskutieren André Leipold vom Zentrum für politische Schönheit, der niedersächsische Landtagsabgeordnete Manfred Sohn (LINKE) und nd-Redakteur René Heilig über Krieg und Frieden in Europa und in der Welt. Das Gespräch, moderiert von dem Kabarettisten Dr. Seltsam, steht unter dem Motto »...vor dem Krieg stirbt die Wahrheit«. Ab 19 Uhr laden Jugendgruppen zum Tanz.

Auch das bekannte Strausberger Friedensfest findet am Sonnabend statt - von 11 bis 20 Uhr auf dem Alten Gutshof, Prötzeler Chaussee 7 in Strausberg-Nord. Veranstalter ist der Kreisverband Märkisch-Oderland. Wie der Kreisvorsitzende Bernd Sachse ankündigt, werden unter anderem Umweltministerin Anita Tack, Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und die Bundestagsabgeordnete Diana Golze anwesend sein. Es gibt Gesprächsrunden beispielsweise mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar Enkelmann und der Landtagsabgeordneten Kerstin Kaiser (12.15 Uhr) sowie mit Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn und Landeschef Stefan Ludwig (17 Uhr). Als Künstler angesagt sind etwa die Schriftstellerin Daniela Dahn und das Trio Scho (beide 13 Uhr), die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni (15 Uhr) und das Donkosaken-Balalaika-Ensemble (16.15 Uhr).

Außerdem werden die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz und der Journalist Volkmar Wölk - zwei Kenner der rechtsextremen Szene in Deutschland - um 15 Uhr einen Workshop zu antifaschistischer Arbeit gestalten. Köditz arbeitet im Untersuchungsausschuss des Dresdner Landtags zu den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mit. »In diesem Jahr sind Antifaschismus und antifaschistische Arbeit Schwerpunkt des Strausberger Friedensfestes«, teilte das Büro von Kerstin Kaiser mit. »Rechte Gedanken und Strukturen erkennen, öffentlich machen und sich ihnen aktiv entgegen stellen. Das Friedensfest bietet Gelegenheit dazu.«

In Lübben gab es ein Friedensfest bereit am vergangenen Wochenende.

Werbung in eigener Sache

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken