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Von Wilfried Neiße
31.08.2012
Brandenburg

Neonazis mit Tatütata unterwegs

Freiwillige Feuerwehr hat Nachwuchssorgen und Probleme mit Rechtsextremismus

Die Feuerwehr auf dem platten Land hat es schwer. Die engmaschige Struktur, die es in der DDR noch gegeben hat, ist Vergangenheit. Hinter der geforderten Einsatzbereitschaft rund um die Uhr steht vielerorts ein Fragezeichen. Zudem muss sich die Feuerwehr mit dem Eindringen von Neonazis herumschlagen.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Manfred Gerdes wählte am Mittwochabend bei einem parlamentarischen Abend alarmierende Worte. Das größte Problem sei die Überalterung der Kameraden. Heute gibt es immerhin noch 46 000 Feuerwehrleute in Brandenburg. In sieben Jahren könnten es nur noch 36 000 sein. Darum empfahl Gerdes, kommunale Bauhöfe in die organisierte Brandbekämpfung einzubeziehen, »um die Einsatzbereitschaft wenigstens noch am Tage zu sichern«. Als weitere Probleme nannte der Präsident den fehlenden Digitalfunk und die Zurückhaltung beim Feuerwehrführerschein.

Offen redete Gerdes auch über Schwierigkeiten mit dem Rechtsextremismus. »Davor ist die Feuerwehr nicht gefeit.« Am Rande der Veranstaltung hieß es, mit bestimmten ausländischen Namen hätte man bei dieser oder jener Freiwilligen Feuerwehr Probleme, mitmachen zu dürfen. Uniform und Disziplin bei der Feuerwehr ziehen Rechtsextreme magisch an. Sie möchten in der Gesellschaft anerkannt Fuß fassen. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Verfassungsschutz bemühen sich um Gegenmaßnahmen. Dazu gehört die Aufklärung über Strategien der Neonazis und auch darüber, wie raffiniert sie vorgehen.

Weil nicht mehr überall genug Feuerwehrleute aktiv sind, wurden Stützpunktfeuerwehren gebildet. Die können dann zwar alarmiert werden, doch ist der durchschnittliche Weg zum Brandherd damit ein viel längerer. Entsprechend später wird die Feuerwehr eintreffen.

Hinzu kommt, dass die Betreuung der Autobahnen die Feuerwehr vor immer größere Aufgaben stellt. 83 Feuerwehren im Land hat das Innenministerium Sonderaufgaben entlang der Autobahnen zugewiesen. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sprach von einer notwendigen Neuorientierung bei der Nachwuchsgewinnung und auch bei der technischen Ausstattung. So manches Feuerwehrhaus, das nach der Wende neu entstand, »hat heute die ersten Macken«.

Das Innenministerium schätzt derzeit ein, dass die Einsatzbereitschaft des Brand- und Katastrophenschutzes gegeben ist. Diesen Schluss lasse die Auswertung von Übungen zu.

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