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Von Andreas Fritsche
01.09.2012

SPD-Politiker: CDU-Frau spricht einen Jargon wie die NPD

Gastbeitrag von Saskia Ludwig zum 75. Geburtstag Jörg Schönbohms sorgt für Empörung

»Wir nehmen Haltung an«, schloss die CDU-Landesvorsitzende Saskia Ludwig ihre Gratulation zum 75. Geburtstag des früheren Bundeswehrgenerals und einstigen Innenministers Jörg Schönbohm (CDU). Völlig haltlos sind aber die Thesen, mit denen sie ihre Glückwünsche würzt, mal ganz davon abgesehen, dass sie als Podium erneut die umstrittene rechte Zeitung »Junge Freiheit« benutzt, die durch Ludwigs Gastbeitrag eine unverdiente Aufwertung und kostenlose Werbung erfährt.

Ludwig würdigte Schönbohms Eintreten gegen »politisch korrekten Gleichmachungs- und Gleichschaltungswahn« und schrieb, in seiner Person vereinten sich bis heute »Wünsche und Sehnsüchte der Christen und Konservativen in unserem Land, die nach der moralischen Erschütterung der SED-Diktatur und gegen die Zersetzung unseres Wertesystems für eine moralische Erneuerung auf der Grundlage von Familie, Kirche und Heimat eintreten«. Zudem beschuldigte Ludwig Journalisten, auf Anweisung aus der Staatskanzlei die »Meinungsmanipulationsmaschine« täglich angeworfen zu haben, »um Schönbohms Integrität systematisch zu beschädigen«.

Die Antworten folgten auf dem Fuße. Der Landespressekonferenz sei kein Fall bekannt, in dem Journalisten auf Anweisung aus der Staatskanzlei handeln mussten, erklärte der Vorsitzende Dirk Platt. Ludwig beleidige die Arbeit der Kollegen, die »gewissenhaft und unabhängig« berichten und sich den journalistischen Standards verpflichtet fühlen.

»Ungeheuerlich« nannte es Grünen-Landeschefin Annalena Baerbock, dass sich die CDU-Politikerin erneut in der »Jungen Freiheit« zu Wort melde - »genau jenem Blatt, das als Scharnier zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus gilt«.

SPD-Generalsekretär Klaus Ness hat den Eindruck, Ludwig leide unter »akutem Verfolgungswahn«. Wer ausgerechnet in der »Jungen Freiheit« von »unerbittlichem Kampf« spreche und vor »politisch korrektem Gleichmachungswahn« warne, der »bedient sich ganz bewusst eines Sprachjargons, den man sonst nur von der NPD kennt«, sagte Ness. Ludwig stelle Schönbohm in eine Ecke weit Rechtsaußen, in die er nicht gehöre.

Die Landtagsabgeordnete Margitta Mächtig (LINKE) hofft, dass Ludwig ihre »ideologische Kampfbrille« absetzt.

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