Der Mauerpark wird zugebaut

Bezirksparlament in Mitte beschließt, die Interessen einer Immobilienfirma zu hofieren

Das Bezirksamt Mitte hat mit einem Beschluss im Juni längst Fakten über die Erweiterung des Berliner Mauerparks geschaffen. Demnach soll der Park zwar um fünf Hektar erweitert werden, aber nördlich des Mauerparks erhält die Eigentümerin des Geländes, die CA Immo, Baurecht auf 3,5 Hektar.

Eine Polizeikette steht bereits vor dem Max-Planck-Gymnasium und sorgt dafür, dass keine Demonstranten mit Transparenten in die Aula kommen. »Wie albern«, zischt eine junge Frau den Beamten entgegen. In die Oberschule hat das Bezirksamt Mitte die vor zwei Wochen abgebrochene Sitzung des Bezirksparlaments verlegt, weil im überfüllten Plenarsaal im Rathaus kein ordentlicher Ablauf möglich war: Zuschauer standen dicht an dicht, und ein Dutzend Kinder tobte durch den Saal. Die entscheidende Abstimmung über die Zukunft des Mauerparks hatte viele Menschen mobilisiert. An diesem Donnerstagabend soll dagegen alles reibungslos verlaufen. Die Aula ist turnhallengroß, Zugang erfolgt nur nach Anmeldung. Vor einem samtenen Vorhang thront der Vorsteher Diethard Rauskolb, vor ihm sitzen die Bezirksverordneten, dahinter etwa zweihundert Bürger. Ihre Empörung verbergen nur wenige Zuschauer, was das Parlament allerdings geflissentlich ignoriert – bis Thilo Urchs von der Linkspartei das Wort ergreift und seine Sorgen über die demokratische Kultur äußert: »Fast 2400 Menschen beteiligten sich an der Bürgerbeteiligung, mehr als jemals bei irgendeiner anderen Bürgerbeteiligung in Mitte.

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