21.09.2012

Ban Ki Moon kündigt neuen Syrien-Plan an

Tote nach Explosion einer Tankstelle

New York/Beirut (AFP/nd). Bei einem Luftangriff auf eine Tankstelle sollen am Donnerstag in Syrien 30 Menschen getötet worden sein. Regierungsgegner meldeten, ein Militärhubschrauber habe über der Tankstelle in dem Dorf Ain Issa nahe der türkischen Grenze eine Bombe abgeworfen. 25 Menschen sollen zum Teil schwer verletzt worden sein.

Landesweit gab es weiter heftige Kämpfe. Nahe Damaskus stürzte ein Hubschrauber ab, Aufständische behaupteten, die Maschine sei von Rebellenkämpfern im Gebiet von Tal al-Kurdi abgeschossen worden. Der oppositionelle Syrische Nationalrat erklärte Teile des Südens von Damaskus zu »Katastrophengebieten«. Häuser seien Ziel von Armeebeschuss aus Hubschraubern, »zahlreiche« Menschen seien getötet oder verletzt worden. Die »Freie Syrische Armee« müsse daher Assads Truppen angreifen und den Zivilisten Fluchtwege bahnen. Die internationale Reaktion auf die Geschehnisse seien »absolut unzureichend«, kritisierte der Nationalrat.

Die Vereinten Nationen wollen derweil nach Angaben von Generalsekretär Ban Ki Moon in naher Zukunft einen neuen Friedensplan für Syrien vorlegen. Bis zur kommenden Woche »könnte« der Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi »eine Strategie« haben. Die von Brahimi zu entwickelnde Strategie könnte der syrischen Führung dann nach den Gesprächen bei der UNO vorgestellt werden. Diplomatische Bemühungen sollten trotz aller Schwierigkeiten weitergehen, hieß es.

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