Von Jürgen Reents
01.10.2012

Unter 7000 macht er's nicht

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist Experte für »Nebeneinkünfte«

Die SPD schickt mit Peer Steinbrück einen wahren Finanzexperten ins Rennen um die Kanzlerschaft - auch in eigener Sache. Neben seinen Abgeordneten-Diäten streicht er nicht nur etliche Riesen als Aufsichtsrat bei der ThyssenKrupp AG ein und ist mit eigenen Büchern gut im Geschäft. Steinbrück verdient sich vor allem mit Vorträgen eine goldene Nase. In der laufenden Legislaturperiode hat er laut veröffentlichungspflichtigen Angaben bislang 83 Vorträge gehalten, ausnahmslos »Stufe 3«. Damit sind Honorare von jeweils über 7000 Euro gemeint. Zusammen sind das mindestens 600 000 Euro in den letzten drei Jahren, also 200 000 Euro pro Jahr. Die Gesamtsumme dürfte indes deutlich höher liegen, denn es wird von den Abgeordneten keine Rechenschaft über tatsächliche Einkünfte verlangt. Und eine höhere Kategorie als »Stufe 3« sehen die Verhaltensrichtlinien für Abgeordnete zu ihren »Nebeneinkünften« nicht vor. Laut Berichten liegt der »Marktwert« von Peer Steinbrück zwischen 15 000 und 20 000 Euro pro Vortrag. Seine Auftraggeber für Reden waren in mindestens 41 der notierten 83 Fälle Banken, Investmentfonds, Firmenverbände und Kommunikatoren an der Schaltstelle Wirtschaft und Politik.

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