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Von Martin Kröger
05.10.2012

NPD lädt zum »Preußentag«

Rechtsextreme Feier auf Privatgelände in Finowfurt angekündigt

Der revisionistische Charakter des Aufrufes ist an Deutlichkeit kaum zu überbieten. »Von besetzter Scholle« ist da die Rede und dem Totschweigen der »Tatsache«, »dass jenseits der Oder-Neiße ein Großteil deutschen Reichsgebietes noch heute von Fremden« besetzt sei. Derart reaktionär schwadronieren die Neonazis von der Brandenburger NPD im Internet für einen sogenannten Preußentag.

Das Treffen der Rechtsextremisten soll am kommenden Sonnabend zum dritten Mal in Finowfurt (Landkreis Barnim) stattfinden. Dort stellen seit Jahren lokale Rechtsextremisten ihr Privatgrundstück für Feste der NPD und anderer rechtsextremer Organisationen zur Verfügung. Angekündigt haben sich neben regionalen Neonazis wie dem NPD-Landeschef von Brandenburg, Klaus Baier, auch der ehemalige Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt. Mit dem »Preußentag« grenzen sich die Rechtsextremisten explizit vom »Tag der Einheit« ab.

Versuche, das braune Treiben mittels Auflagen zu behindern, sind unterdessen vor Gericht gescheitert. Die Polizei hatte laut NPD versucht, mit einem Bescheid zu erreichen, dass auf dem »Preußentag« keine Musikgruppen spielen dürfen. Dem brandenburgischen Landesverband der NPD gelang es laut einer Pressemitteilung jedoch, sich gegen die Verbotsverfügung vor Gericht durchzusetzen.

Aufgrund dessen ist damit zu rechnen, dass Rechtsrockbands wie »Frontfeuer« aus Beeskow sowie die Dresdner Gruppen »Priorität 18« und »Sachsonia« auftreten werden. Zudem hat sich die seit den 90er Jahren aktive Nazi-Band »Sleipnir« für das Fest angesagt. Auf einem NPD-Flugblatt werden diese Musikbands als »knallharter RAC« gepriesen. In der rechten Szene bedeutet das Kürzel RAC »Rock against Communism«, also Rock gegen Kommunismus.

Antifaschistische Proteste gegen die Neonazi-Veranstaltung wird es am Sonnabend in Finowfurt offenbar nicht geben. »Es sind noch keine Gegenveranstaltungen angemeldet«, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Ost, Peter Salender. Die Polizei will die rechte Veranstaltung »angemessen begleiten«.

Dass es kaum Widerstand gegen die Nazis gibt, könnte auch mit dem Klima in Finowfurt zusammenhängen. Auf dem Infoportal »Inforiot« beklagen sich Antifaschisten darüber, dass »es der Gegenprotest wie in den Vorjahren schwer haben« werde: »Der Veranstaltungsort liegt abgelegen, Proteste im Ort sind verpönt.« Außerdem trage die Gemeinde und ihr Bürgermeister mit »Wegschauen« dazu bei, dass sich Finowfurt zu einem der wichtigsten Veranstaltungsorte für die Rechten in Brandenburg entwickele.

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