Andreas Knudsen 26.10.2012 / Bewegung

Neue Strategie gesucht

Dänische Gewerkschaft will wieder stark werden und übt Selbstkritik

An einem relativ unbedeutend anmutenden Tarifstreit entzündete sich ein langwieriger Konflikt: Der dänische Gewerkschaftsbund 3 F will wieder Handlungsmachterlangen und unterzieht die letzten Jahre eine harten Fehleranalyse.

Was wurde falsch gemacht? Für den dänischen Gewerkschaftsbund 3 F, der ungelernte Arbeitskräfte wie Facharbeiter in verschiedenen Branchen organisiert, eine derzeit wichtige Frage. Konkret wollte ein Restaurantbesitzer in Vejle auf der Insel Jütland einen neuen Tarifvertrag für seine Beschäftigten anwenden, der diesen längere Arbeitszeiten und weniger Gehalt bescheren würde. Der Fall ist derzeit vor dem Arbeitsgericht.Der auslösende Konflikt an sich ist relativ unbedeutend – gemessen an der Anzahl der betroffenen Beschäftigten. Doch musste Poul Erik Skov Christensen als Vorsitzender der 3 F erkennen, dass er prinzipielle Bedeutung erlangte: Es gelang der Gewerkschaft nicht, die Verschlechterungen für die Beschäftigten so darzustellen, dass sich daraus eine Arbeitskampffähigkeit oder gar gesellschaftliche Solidarität entwickelte. Der arbeitgebernahe christliche Gewerkschaftsbund Krifa und bürgerliche Politiker konnten den Streit vielmehr zu einem »Kampf um die Freiheit« umdeuten.

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