Ulrike Gramann 03.11.2012 / Wochennd

Ein Garten, um darin vergessen zu sein

Herr Bauersachs lebt in dem Garten, der Hannah Höchs Leben rettete

Eines Tages hatte Hannah Höch ihren späten großen Ruhm satt: »Dada hängt mir zum Halse raus! Langsam ist das doch abgedroschen!«, soll sie einem Journalisten gesagt haben, der sie in den 1970er Jahren besuchte. Die 1889 Geborene war Avantgardistin, einzige Frau der Dada-Bewegung neben Männern wie Richard Huelsenbeck und George Grosz. Eine Muse war sie nicht, sondern eigenständig, eigenwillig, Erneuerin und Konkurrentin, deren Name mit der Erfindung der Fotomontage mindestens ebenso sehr verbunden ist wie der John Heartfields. Bei der Dada-Messe 1920 stellte sie die Montage »Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands« aus. Radikal oder selbstverständlich? Hannah Höch aus Gotha in Thüringen lebt in Berlin, verdient eigenes Geld mit Entwürfen im Ullstein-Verlag, studiert bei Orlik, führt ein Atelier in Friedenau und eine komplizierte Arbeits- und Liebesbeziehung mit dem »Dadasophen« Raoul Hausmann, trennt sich, reist, lernt in Paris Tristan Tzara kennen, gestaltet in Hannover Grotten in Schwitters’ MERZ-Bau, lebt und arbeitet in Den Haag mit der Schriftstellerin Til Brugman.

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