Ralf Hutter 12.11.2012 / Inland

»Pippilothek« geht auch ohne Personal

Öffentliche Bibliotheken gehören zu den Institutionen, die eine Gesellschaft zusammenhalten können - wenn sie denn dürfen

Bibliotheken sind Anlaufstellen für alle, die Sprache und Land (kennen)lernen wollen, die sich beruflich oder einfach so weiterbilden wollen. Sie vermitteln Alt und Jung neben Wissen und Vergnügen auch wichtige Medienkompetenzen. Doch kommunale Pflichtaufgabe ist all das nicht - und Deutschland steht im Ländervergleich sehr schlecht da.

»Hier sind meine Kinder - ich hole sie dann am Abend wieder ab.« Mit solchen Sätzen war Andreas Gebauer schon mehrmals konfrontiert - ungewöhnlich für einen Bibliothekar. Gebauer leitet die Zweigstelle der Bremer Stadtbibliothek im Stadtteil Gröpelingen. Hier haben 40 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund - aber nur knapp 16 Prozent Abitur, halb so viele wie im Bremer Durchschnitt. 24 Prozent empfangen Leistungen der staatlichen Grundsicherung. Da in der Türkei staatliche Einrichtungen wie Bibliotheken auch mal Kinder beaufsichtigten, kämen auch in Gröpelingen manche Eltern auf diese Idee, erklärt Gebauer. Solche Wünsche erfüllt die Stadtbibliothek Bremen nicht. Doch sie qualifiziert ihre Angestellten für solche Situationen.

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