Klaus Bellin 19.01.2013 / Kultur

Von den Musen betäubt

Der Weimarer Klassiker Christoph Martin Wieland starb vor 200 Jahren

Zu größerer Ehre konnte Georg Joachim Göschen gar nicht kommen. Christoph Martin Wieland liebäugelte mit einer neuen Werkausgabe, und er, der junge Leipziger Verleger, sollte sie realisieren. Nach den acht Bänden mit Goethes Schriften, die ihm eine Menge Verdruss eingetragen hatten und zu allem Übel auch noch Goethes missmutige (zudem ungerechtfertigte) Mäkeleien, nun das gewaltige Werk Wielands. Göschen liebte Wieland. Keiner, fand er, reichte an ihn heran, nur er verdiente die Krone, und das Schöne war: Das Lesepublikum liebte ihn auch. Also machte er sich an die Arbeit und beschloss mit kühnem Schwung, gleich das Höchste, das in Deutschland noch nie Dagewesene zu wagen, eine Sammlung der Schriften in vier verschiedenen Formaten und Ausstattungen, von der Kleinoktav- bis zur luxuriösen Quartausgabe. So etwas gab es bislang nur in Frankreich.

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