Niels Seibert 06.02.2013 / Bewegung

Linke Geschichte auf der Anklagebank

Im Prozess gegen vermeintliche »Revolutionären Zellen« verwickelt sich der Kronzeuge in Widersprüche

Vor dem Schwurgericht Frankfurt am Main leitet die Vorsitzende Richterin Bärbel Stock die Verhandlung gegen zwei Militante der 1970er Jahre. In bislang 25 Prozesstagen ist ihr Verurteilungswille deutlich geworden.

»Happy birthday to you«, hallen Gesänge aus dem Publikum in den Gerichtssaal, als die Angeklagte Sonja Suder eintritt. Sie wurde aus der Untersuchungshaftanstalt Frankfurt-Preungesheim hierher gebracht und nun lächelt sie. Prozessbesucher aller Altersklassen haben das Geburtstagsständchen erstaunlich gut intoniert. Sogar ein sonst bieder dreinblickender Justizbeamter muss schmunzeln. Sonja Suder ist 80 Jahre alt geworden. Der Mitangeklagte Christian Gauger, 71, ist ihr Lebensgefährte. Beide engagierten sich in der ersten Hälfte der 1970er in Frankfurt am Main. Sie in der Hausbesetzerbewegung, er in der undogmatischen Roten Hilfe für die Freiheit von politischen Gefangenen.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: