Zeichen der Demut

Das Kirchenvolk erwartet mehr als einen Papstwechsel in Rom

Papst Benedikt XVI. hat für den 28. Februar seinen Rücktritt angekündigt, und nicht nur die Kirchenwelt fällt aus allen Wolken. Die Reaktionen sind respektvoll bis überschwänglich, doch in die Äußerungen des Bedauerns und der Würdigung mischen sich auch kritische Töne. So sieht die Kirchenbasis, die in der Bewegung »Wir sind Kirche« organisiert ist, in der Person des Papstes zwar nicht den Hauptgrund für den desolaten Zustand, in dem sich die Institution befindet. Eine Verantwortung schreibt sie ihm schon zu. Jedes vierte Mitglied der katholischen Kirche in Deutschland erwägt ernsthaft den Austritt. Das ist nur noch aufzuhalten, wenn der Kurie der Kampf angesagt und die Kirche für Reformen geöffnet wird, meint der Sprecher von »Wir sind Kirche« im Interview mit »neues deutschland«.

nd: Sie haben einmal gesagt, es reiche nicht, den Papst auszutauschen, zu groß seien die strukturellen Probleme der Kirche. Nun passiert es plötzlich doch, der Papst tritt zurück. Sind Sie vielleicht ein klein wenig erleichtert?
Weisner: Nein, es stimmt, Personen auszuwechseln, reicht nicht, um die Probleme zu lösen. vor allem das Leitungssystem der katholischen Kirche und die Kurie in Rom das eigentliche Problem sind.

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