Frischer Wind durch Spartengewerkschaften

Erfolgreiche Tarifkämpfe von Lokführern, Ärzten und Flugbegleitern haben die DGB-Organisationen unter Druck gesetzt

Unabhängig agierende Berufs- oder Spartengewerkschaften sind ein relativ neues Phänomen. Mit ihren Beschäftigten, die nicht selten an Schlüsselpositionen arbeiten, können sie erheblichen Druck aufbauen - aber nicht nur auf die Arbeitgeber. Auch die DGB-Gewerkschaften müssen ihr Handeln der veränderten Situation anpassen.

Mit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Oktober 1949 sollte vor allem die weltanschauliche Spaltung der Arbeiterbewegung überwunden worden. Die ihm angehörenden Fachgewerkschaften etablierten sich als Tarifpartner der Unternehmerverbände und hatten über Jahrzehnte faktisch ein Monopol auf den Abschluss von Tarifverträgen und die Organisation von Arbeitskämpfen. Zwar wurden 1949 mit der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) und dem Deutschen Beamtenbund weitere Dachverbände gegründet, diese verfügten aber über keine eigenständige Tarifmacht. Das galt auch für die zahlreichen berufsständischen Vereinigungen, die teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken konnten.

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