John Dyer, Boston 13.03.2013 / Wirtschaft und Umwelt

Amazon will ».book« ganz allein

Onlineversandhändler möchte sich allgemeingültige Begriffe als Endungen von Internetadressen sichern

Der Buchgigant Amazon will Internet-Endungen wie ».book« und ».author« künftig allein verwalten. Mit diesem Schritt will der Internet-Händler seine Marktanteile im Bereich der Vermarktung von Lesbarem sichern. Konkurrenten, aber auch Verfechter eines freien Internets sind entsetzt.

Der Onlinehändler Amazon will sich über den Ankauf von 76 Internet-Endungen mit ganz allgemeinen Bezeichnungen wie ».book«, ».author« und sogar ».read« seine Marktanteile im Bereich der Vermarktung von Lesbarem sichern. Es geht dabei um die Neuzuteilung sogenannter generischer Top-Level-Domains (gTLD). Dabei handelt es sich um Endungen von Internetadressen, die im Unterschied zu Länderkürzeln wie ».de« (für Deutschland) eher inhaltlich bzw. inhaberbezogen sind. »Solche generischen Domains in private Hände zu geben, ist offen wettbewerbsfeindlich. Es erlaubt den schon dominanten, gut kapitalisierten Unternehmen, sich weiter auszudehnen und ihre Marktmacht zu sichern«, schreibt der Präsident des US-Autorenverbands Authors Guild, Scott Turow, an die nichtkommerzielle Organisation ICANN, die für die Verteilung der neuen Endungen zuständig ist. »Das eröffnet ungebremstem Missbrauch das Tor«, schreibt Turow, der seine Bestseller bisher über Amazon vertrieben hat.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: