Peter Schäfer 23.03.2013 / Ausland

Neuer Frühling in Tunesien?

Vor dem Weltsozialforum in Tunis setzen Streikdrohungen die Regierung unter Druck

Das Weltsozialforum in Tunesien findet sicher statt. Unsicher sind die Bedingungen: Die neue Regierung sieht sich mit Streikdrohungen konfrontiert, die auch den Besuchern des Forums vom 26. bis 30. März Unannehmlichkeiten bescheren könnten, so sie denn in Tunis ankommen.

Es könnte sein, dass die Besucher des Weltsozialforums (WSF) in Tunesien ihr Frühstück Ende nächster Woche ohne Brot einnehmen müssen. Zwar versprach die Regierung den Bäckereibeschäftigten des Landes bereits vor elf Monaten eine sechsprozentige Lohnerhöhung und eine Reduzierung der Mehlpreise. Passiert ist bisher nichts. Zwar bekundete das Handelsministerium, ein Streik sei nicht geplant, doch das blieb nicht ohne Widerspruch. »Diese Verlautbarung überraschte mich«, so Muhammad Bunan, Präsident der Bäckergewerkschaft, »weil sie die Realität nicht reflektiert.« Gezahlt worden sei bisher nichts, also werde gestreikt. Es könnte aber auch sein, dass ein guter Teil der geschätzt 50 000 ausländischen WSF-Gäste aus 125 Ländern davon gar nicht betroffen sein wird, weil sie nicht ins Land kommen. Ob die Flughafenangestellten ihre Drohung wahr machen und den Flughafen von Montag bis Mittwoch nächster Woche bestreiken, werden erst Verhandlungen an diesem Wochenende zeigen.

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