Oliver Eberhardt 25.03.2013 / Ausland

Obamas Machtwort: Tag vier

Obama hat gesprochen: Kerry macht Überstunden. Nach der Rede des Präsidenten in Jerusalem steht der US-Außenminister vor der schwierigsten Aufgabe seiner Karrriere: Er soll Israelis und Palästinenser an einen Tisch bringen. Wird das was? Hier ist ein Update.

Westlich des Jordans bewegt sich was: US-Außenminister Kerry hat einen Gesprächsmarathon hinter sich und will in zwei Monaten einen Friedensfahrplan vorlegen. Zwischenzeitlich hat er Netanjahu die Auszahlung der zurück gehaltenen Steuerzahlungen an die palästinensische Regierung abgerungen. Eines ist schon mal klar: Davon ausgegangen, dass diese Nahostmission nicht wie ihre unzähligen Vorgängerinnen ebenfalls die Halbwertszeit eines Eis in der Mikrowelle (bitte! Nicht! Ausprobieren!) hat, sollte man sich keine besonders große Mühe geben, die Namen der Mitglieder der gerade erst Anfang vergangenen Woche vereidigten israelischen Regierung machen. Denn voraus gesetzt, dass die Siedlerpartei HaBajit HaJehudi (zwölf von 120 Sitzen) nicht urplötzlich eine extreme Leidensfähigkeit entwickelt, wird die Überlebensprognose der Regierung in dieser Form ungefähr der der Speiseeisvorräte im Kühlschrank von Familie Netanjahu ( http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4345460,00.html ) entsprechen. Denn wenn das so weiter geht, dann wird Netanjahu seinen rechtsnationalistischen Koalitionspartner nicht in der Regierung halten können. Denn US-Präsident Barack Obama, der sich am Donnerstag nachmittag in einer Rede (http://www.neues-deutschland.de/artikel/816598.stuerme-von-sand-und-entruestung.html?sstr=obama ) überraschend deutlich positioniert hat, scheint, so wirkt es heute, vier Tage später, Nägel mit Köpfen machen zu wollen – was jetzt nicht so arg selbstverständlich ist: In der Nahostpolitik sagen viele Vieles, ohne dass dann danach irgendwas Konkretes passiert.

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