Vom Tom Strohschneider 31.03.2013 / Kommentare

Gesellschaftlich relevant

Tom Strohschneider über die diesjährigen Ostermärsche der Friedensbewegung

„Die Ostermärsche verlieren gesellschaftlich an Relevanz“, sagt einer, der daran ein Interesse haben muss: der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, einer Vereinigung, deren letzter Zweck im Gegenteil von Frieden besteht. Und dem Anschein nach fühlt sich ein Todes-Lobbyist wie Georg Wilhelm Adamowitsch wohl auf der empirisch sicheren Seite. Schließlich kommen weniger Menschen zu den Aktionen der Friedensbewegung als in der Vergangenheit. Dennoch liegt der Rüstungsmann so falsch wie es nur geht, wenn einer die Interessen einer Kapitalfraktion, die mit Mordgerät Geld verdient, für das Gesamtanliegen einer Gesellschaft hält. Als relevant bezeichnen wir Dinge, Fragen und Bewegungen, denen wir eine bestimmte Wichtigkeit beimessen. Es kommt also nicht so sehr darauf an, ob etwas groß in Mode ist, ob viele Menschen der Sache bereits sichtbar zustimmen - sondern dass ein begründeter Sinn darin liegt, der größer ist als das, was uns praktisch erscheinen mag. Natürlich würde man es für angemessen halten, wenn statt ein paar Zehntausenden bundesweit viel mehr Menschen gegen Kriege, Drohnen und die Militarisierung der Gesellschaft auf die Straße gehen würden, die zuständige Minister und Magazine als »Normalisierung« bezeichnen.

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