Irina Wolkowa, Moskau 08.04.2013 / Ausland

Billiger und williger

Auf der Olympiabaustelle von Sotschi werden mehr als 16 000 ausländische Bauarbeiter ausgebeutet

In 305 Tagen beginnen in Sotschi die Olympischen Winterspiele 2014. Die Wettkampfstätten rund um die Schwarzmeerstadt werden fast komplett neu errichtet - die Baustelle ist eine der größten weltweit. Vor allem die Arbeitsmigranten haben dort unter miserablen Arbeitsbedingungen und fehlenden Rechten zu leiden, sie werden betrogen und ausgebeutet.

Was ein Jackpot im Lotto ist, weiß Omurbek nicht. Und selbst wenn: Er könnte nicht mitspielen, ihm fehlt das Geld für den Tippschein. Dennoch glaubte der Mann aus dem usbekischen Fergana-Tal, den Hauptgewinn gezogen zu haben, als er das Angebot des Arbeitsvermittlers hörte: 770 Dollar monatlich sollte er in Sotschi bekommen, wo im Februar 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden. Eine Summe jenseits von Gut und Böse in der hoffnungslos übervölkerten Oasenregion, wo jeder zweite keinen Job hat. Im Dezember 2011 unterschrieb der gelernte Maurer den Arbeitsvertrag. Drei Monate später machte er sich auf den Heimweg. Mit dem Rest der Ersparnisse, die seine Familie für die Reise nach Russland zusammengekratzt hatte. Statt mit Barem wurde Omurbek mit Versprechungen abgespeist. Auf morgen vertröstet. Immer wieder.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: