16.04.2014

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Umkämpfte Universalität | von Raul Zelik

Mit den neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre haben sich die Perspektiven linker Theorie verschoben. Hatte bis dahin die Analyse des Kapitalismus im Mittelpunkt der Auseinandersetzung gestanden, so fächerte sich die Sicht nun auf. Rassismus, Naturverhältnis, die Diskriminierung von Homosexuellen oder die Normierung in Schule, Strafanstalten und Familie rückten ins Zentrum der Debatten. Die häufig als »postmodern« adressierte dekonstruktivistische und poststrukturalistische Linke wandte sich von den Universalitätsansprüchen des Marxismus ab und den gesellschaftlichen Einzelverhältnissen zu. An die Stelle der Meta-Theorie rückten historiographische Beschreibungen sozialer Entwicklung.

Judith Butler, Ernesto Laclau und Slavoj Zizek diskutieren aktuelle linke Theorie

Kurze Zeit des Aufbruchs | von Leila Dregger

Am 25. April 1974 zogen linksgerichtete Streitkräfte in Lissabon ein und übernahmen die Schlüsselstellen des Landes. Staatschef und Geheimdienst gaben nach kurzem Widerstand auf. 48 Jahre Diktatur waren vorbei, der Traum vom Sozialismus war erwacht. Heute leidet Portugal erneut unter einer Diktatur: der Diktatur des Geldes. Aber ganz haben das Land und die Menschen den Traum von Freiheit, Gleichheit und Sozialismus nicht vergessen.

40 Jahre nach der Nelkenrevolution leidet Portugal unter der von der Troika auferlegten Sparpolitik. Doch nicht wenige Portugiesen arbeiten auch an Alternativen von unten.

Der Traum von Freiheit erfüllt sich dezentral | von Leila Dregger

In Portugals ländlichen Gebieten sprießen Ansätze, die zeigen, wie eine alternative, sozial- und umweltverträgliche Entwicklung aussehen könnte.

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