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09.10.2014

Yes We Piketty

Ein »neues deutschland« über das »Kapital im 21. Jahrhunderts«, Ungleichheit und was man dagegen tun kann

Er wird als »neuer Superstar« der Ökonomen 
gefeiert, sein Buch »Das Kapital im 21. Jahrhundert« 
als »bahnbrechendes Meisterwerk« gelobt. Diese Ausgabe des »nd« widmet sich den Thesen Thomas 
Pikettys, Reichtum und Ungleichheit.

Berlin. Vor ein paar Tagen zeigte eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, dass sowohl die Armut als auch der Reichtum in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen haben. Man könnte auch sagen: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Welche Folgen die wachsende Konzentration der Einkommen und Vermögen bei den oberen zehn Prozent hat, darüber wird schon seit langem diskutiert. Neuen Schwung hat diese Diskussion durch den französischen Ökonom Thomas Piketty erhalten, der das Gesetz der kapitalistischen Reichtumsverteilung auf eine einfache Formel brachte: r>g. Im Grunde besagt diese, dass Gewinne aus Kapital höher als die Wachstumsraten der Wirtschaft sind – und deshalb die Vermögen der Wohlhabenden meist schneller zunehmen als die Volkseinkommen. Über Renditen und Erbschaften wird eine kleine Elite so immer reicher – und immer mächtiger.

Nun ist Pikettys Studie »Das Kapital im 21. Jahrhunderts« auf Deutsch erschienen. Wir haben den französischen Ökonomen besucht, haben andere Wissenschaftler gefragt, was sie von dem Buch halten. Warum konnte Piketty so einen Hype auslösen? Und was gibt es von links für Kritik an seinem Werk? Wir lassen Politiker und Gewerkschafter zu Wort kommen – und haben uns umgehört, was einfache Leute über »Reichtum« denken. Grafiken rücken einzelne Aspekte der globalen Ungleichheit und der Konzentration von Reichtum in den Blick. Und natürlich geht es auch darum, was aus Pikettys Erkenntnissen zu lernen ist: Wie gesellschaftsverändernd kann steuerliche Umverteilung überhaupt sein? Und warum wäre weniger Ungleichheit für alle besser?

Professor Ungleichheit
Er sei eine Plaudertasche, sagt Thomas Piketty über sich. Besuch beim derzeit berühmtesten Ökonomen der Welt

»Ein Buch kann die Welt nicht verändern«
Thomas Piketty im Interview über den Vergleich mit Marx, Angela Merkels Europapolitik und Frankreichs Krisenkurs.

Vier offene Fragen
Wer nicht auf Rosskur setzt, kann nur über Steuern und Abgaben umverteilen

Er fragt nicht: Was ist Kapitalismus?
Der französische Ökonom Thomas Piketty steht der herrschenden Wirtschaftsweise gänzlich positiv gegenüber. Woher kommt der Hype um sein Buch?

Reichtum macht nicht glücklich
Wenn ein Buch so einschlägt wie Thomas Pikettys monumentales »Capital in the 21st Century«, dann liegt das meist nicht allein an seiner Qualität, sondern daran, dass »die Welt« offenbar darauf gewartet hat.

Renaissance marxistischen Denkens
Hat Thomas Piketty mehr zu bieten als tolle Statistiken? Der gerade angesagte US-Marxist Benjamin Kunkel verneint dies. Kunkel geht dabei auf David Harvey ein, den aktuell vielleicht interessantesten marxistischen Theoretiker.

Mit dem Aufzug zum Deluxe-Späti
So lebt man, wenn man Geld hat: direkt hinterm Berliner KaDeWe mit Concierge und Exklusivlift in die Delikatessenabteilung.

»Alles ist ins Rutschen gekommen«
Thomas Pikettys Befund über die Ungleichheit in den USA wird auch von jüngst veröffentlichten Studien belegt. Und in Zukunft wird die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter zunehmen.

Bezahlen ohne Geld
Seit 1995 gibt’s in Kreuzberg eine Zweitwährung – den Kreuzer. Den kann man sich für Solidarität und Nachbarschaftshilfe verdienen.

Alles andere als fair: Sport als Geschäft
Olympischer Gedanke, Financial Fairplay, Antidoping – der Sport hat schon viele Ansätze hervorgebracht, die der Gerechtigkeit im sportlichen Wettstreit dienen sollen. Die wenigsten funktionieren.

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