Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
08.06.2013

Gesinnungsjournalismus

Jürgen Amendt über den Prozess im Fall Jonny K. und den Umgang der Medien

Von Max Weber stammt die feine, aber bedeutende Unterscheidung zwischen Verantwortungs- und Gesinnungsethik. Der Soziologe bezog sich damit vor fast 100 Jahren auf den Beruf des Politikers. Dem Gesinnungsethiker geht es in erster Linie um die moralische Richtigkeit seines Tuns, die Folgen blendet er weitestgehend aus. Der Verantwortungsethiker berücksichtigt die voraussehbaren Folgen seines Handelns bei seinen Entscheidungen.

Im Wesentlichen gibt es heute kaum noch gesinnungsethisch handelnde Politiker. Die so entstandene Lücke haben eine Reihe von Journalisten gefüllt. Beispielhaft dafür ist die inszenierte Empörung der Berliner Boulevardpostille »B.Z.« über die Neuansetzung des Prozesses um den Tod von Jonny K. Der 20-Jährige war im Oktober 2012 von einer Gruppe junger Männer am Alexanderplatz zusammengeschlagen worden und wenige Tage später an den Folgen der Prügelattacke verstorben. Der Prozess gegen die sechs Angeklagten musste Anfang der Woche wegen der Befangenheit eines Schöffen abgebrochen werden und begann am Donnerstag von vorne. Der ehrenamtliche Richter hatte in einem Interview mit der »B.Z.« u.a. die Verteidiger der sechs Angeklagten kritisiert und wurde dafür von dem Blatt als »mutiger Schöffe« gefeiert.

Das ist rechte Gesinnung, journalistisch verantwortlich ist es nicht.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken