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Von Katja Herzberg
09.06.2013

Demo zum Abschluss des Alter Summit: Solidarisch in Athen

Teilnehmer des Alternativgipfels unterstützen griechischen Widerstand gegen die Sparpolitik / »Manifest der Menschen« verabschiedet

Mit einer kleinen, aber lauten Demonstration durch das Zentrum von Athen ging am Samstagabend der Alternativgipfel von europäischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften zu Ende. Etwa 1500 Menschen liefen vom Nationalen Archäologischen Museum vor das Parlamentsgebäude am Syntagma-Platz. Neben Gewerkschaftern etwa aus Frankreich (CGT, Solidaires), Belgien (CSC) und Norwegen (LO) schwenkten internationale Verbände wie Attac, feministische Gruppen und die Europäischen Aktionskommittees (CAE) ihre Fahnen. Linskpolitiker der GUE/NGL-Fraktion im Europaparlament und der Europäischen Linken waren ebenso vertreten. Den wohl jüngsten Block stellte das griechische Linksbündnis SYRIZA. Die Anhänger der Partei sangen Demo-Schlager wie »El pueblo unido« und »Bandiera Rossa«, machten aber auch mit Schlachtrufen auf die derzeit drängendsten Probleme in Griechenland aufmerksam.

Die Formel »Für ein Europa der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit« auf dem Banner an der Spitze des Marsches stellte die Hauptaussage nicht nur des Protestmarsches, sondern auch des gesamten Alter Summits dar. Bei dem zweitägigen Treffen im von der Krise beherrschten Griechenland suchten die etwa 1000 Teilnehmer nach Wegen, eine »paneuropäische Bewegung gegen die neoliberale Zerstörung der Sozialstaaten und der Demokratie« aufzubauen. In einem am Freitagabend verabschiedeten »Manifest der Menschen« fordern sie unter anderem die Rücknahme der Sparprogramme, die Streichung von Staatsschulden, öffentliche Investitionsprogramme, die Stärkung der Rechte von Arbeitnehmern sowie eine stärkere Kontrolle des Finanzsektors.

Ohne Zwischenfälle, aber auch ohne Abschlusskundgebung endete die Demonstration vor dem Parlamentsgebäude und traf dort auf den feiernden Zug des Athener Prides. Etwa 2000 Menschen machten auf die anhaltende Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transmenschen aufmerksam.

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