Syrien droht territorialer Zerfall

Politikwissenschaftler Heiko Wimmen rechnet mit parallelen Staatsstrukturen

In Syrien herrscht seit über zwei Jahren Bürgerkrieg. Es ist eher eine Verhärtung der Fronten als eine Verhandlungslösung zwischen den Konfliktparteien festzustellen. Über Befriedungsvarianten bis hin zu einer Spaltung des Landes sprach mit Heiko Wimmen, Projektkoordinator des Programms »Elitenwandel und neue soziale Mobilisierung in der arabischen Welt« bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, für »nd« Pepe Egger.

nd: Herr Wimmen, die Syrien-Frage polarisiert inzwischen in Deutschland wie in der ganzen Welt. Sie haben in einer Schrift einmal davor gewarnt, eine »humanitäre Intervention« in Syrien mit geopolitischen Zielen zu verknüpfen. Nun könnte man argumentieren, dass die deutsche Außenpolitik in Bezug auf Syrien seither genau das macht.
Wimmen: Als wir das von Ihnen erwähnte Papier im Februar 2012 schrieben, wurde von vielen über die Errichtung von humanitären Korridoren in Syrien diskutiert. Meine Sorge war damals ganz konkret, dass man dadurch einen Casus Belli schafft. Die Vorstellung, dass man einen humanitären Korridor etwa nach Homs schafft, ist absurd; so einen Korridor zu sichern ist völlig unmöglich. Meine Befürchtung war die, und es gab auch vereinzelte Stellungnahmen in den USA, die das relativ klar aussprachen, dass es eine bewusste Kalkulation war, über die humanitären Korridore gewissermaßen in den Konflikt hineinzurutschen.

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