Julian Bartosz, Wroclaw 05.08.2013 / Ausland

Zwiespältiges Gedenken

Warschauer Aufstand 1944 teilt noch heute die polnische Gesellschaft

Der Powazki-Friedhof in Polens Hauptstadt Warschau bot in der vergangenen Woche ein beschämendes Bild. Wieder wurde deutlich, wie tief die polnische Gesellschaft politisch und ideologisch zerrissen ist.

Zum 69. Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands 1944 kam es während der staatlichen Gedenkfeier vor dem Ehrenmal für die im ungleichen Kampf mit den deutschen Okkupanten Gefallenen zu nationalistischen Exzessen. Den Teilnehmern der offiziellen Feierlichkeiten, darunter Staatspräsident Bronislaw Komorowski und Premier Donald Tusk, gellten Buhrufe entgegen. Mitglieder der rechtsextremen Organisation Radikaler Nationalisten (ORN), der Bewegung »Solidarni 2010«, der »Familie Radio Maryja« und der Gruppierung »Polska Walczaca« (Kämpfendes Polen - PW) störten die Feier sogar während des Vaterunsers. Der ehemalige Außenminister Wladyslaw Bartoszewski, selbst Teilnehmer des Aufstands, nannte die Randalierer »Pöbel«.

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