Alles spricht für eine Volksbefragung

Karin Gabbert über die ecuadorianischen Diskussionen rund um die Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark

nd: Ecuadors Regierung hat das Yasuní-Projekt, das einen Verzicht auf Ölförderung gegen finanzielle Teilentschädigung vorsah, wegen mangender Finanzzusagen ad acta gelegt. Wie wurde das in der Gesellschaft aufgenommen?
Gabbert: Die Enttäuschung ist zu spüren - in Zeitungen, Radios und sozialen Netzwerken, in der Regierung selbst und auf der Straße - überall wird kontrovers diskutiert. Zeitgleich mit der Entscheidung wurde eine Umfrage veröffentlicht, die kurz vorher ergeben hatte, dass mehr als 90 Prozent der Stadtbevölkerung die ITT-Initiative unterstützt und 66 Prozent dagegen sind, dass das Öl dort ausgebeutet wird. Die Regierung hat ja durch ihre großen Informationskampagnen für das Projekt dazu beigetragen. Aber auch Umweltgruppen und vor allem Jugendliche, die sich engagiert haben. Auch in Ecuador wurde Geld gesammelt für Yasuní - Kinder haben ihr Erspartes gegeben und andere überzeugt, mitzumachen. In den letzten sechs Jahren hat sich in Ecuador dank dieser Initiative ein ganz besonderes ökologisches Bewusstsein entwickelt. Im Fall von ITT geht es auch um die Menschenrechte der dort lebenden indigenen Völker. Besonders beeindruckend zu sehen ist, wie in Ecuador soziale und ökologische Fragen ganz praktisch untrennbar sind. Der ITT-Amazonas wird in Ecuador mittlerweile als ein einzigartiger Reichtum betrachtet, auf den man stolz ist und der nicht zerstört werden darf, weil das unumkehrbar wäre. Das hat auch bewirkt, dass diskutiert wird, wer bestimmt, was arm und was reich ist.

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