Martin Ling 27.09.2013 / Ausland

Flammende Proteste in Sudan

Militär schlägt Widerstand gegen Benzinpreiserhöhungen blutig nieder

Nach blutigen Protesten gegen Benzinpreiserhöhungen hat Sudans Regierung angekündigt, weiter mit militärischer Härte gegen die Demonstranten in der Hauptstadt Khartum vorzugehen. Bei Zusammenstößen zwischen Soldaten und Demonstranten sind in den vergangenen drei Tagen mindestens 29 Menschen getötet worden.

In Deutschland schmerzen Benzinpreiserhöhungen, in Sudan gehen sie ans Existenzielle: Ein höherer Benzinpreis bedeutet dort neben direkt höheren Mobilitätskosten auch indirekt wegen steigender Transportkosten höhere Lebensmittelpreise. Solche Zusammenhänge führen in armen Ländern schnell zu Aufständen. Selbst der populäre bolivianische Präsident Evo Morales sah sich zum Jahreswechsel 2010/11 nach wenigen Tagen genötigt, die aufgehobenen Benzinpreissubventionen nach Massenprotesten wieder einzuführen. Das ist in Sudan von der Regierung des 1989 durch einen Putsch an die Macht gelangten Omar al-Baschir nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die Onlinezeitung »Sudan Tribune« berichtete am Donnerstag unter Berufung auf den sudanesischen Regierungssprecher Ahmed Bilal, dass die Regierung die Proteste mit drakonischer Härte unterbinden will.

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