Ian King, London 08.10.2013 / Ausland

Daily Mail hetzt gegen Milibands Familie

Britischer Oppositionsführer wird als Stalinist diffamiert

Nach Labours erfolgreichem Parteitag war mit persönlichen Angriffen gegen Oppositionsführer Ed Miliband in der Tory-Presse zu rechnen. So folgten Beschimpfungen gegen Milibands toten Vater, den jüdischen Flüchtling und marxistischen Akademiker Ralph Miliband in der »Daily Mail«.

»Der Mann, der Britannien hasste«, lautete eine Polemik des »Daily Mail«-Schreiberlings Geoffrey Levy gegen den brillanten Professor an der London School of Economics und Vater des heute ärgsten Konkurrenten von Großbritanniens Premier David Cameron. Als 17-jähriger belgischer Einwanderer habe Ralph Miliband bewährte britische Institutionen wie die Monarchie, Eliteschulen und das Klassensystem in seinem Schülertagebuch kritisiert. Er sei zeitlebens Marxist geblieben, also Anhänger einer verderblichen Doktrin, die für Massenmorde verantwortlich sei. Und die beim Labour-Parteitag vorgetragene Kritik des Sohnes an Bodenspekulanten und Energieprofiteuren seien Beweise, dass der Stalinismus in der Familie weiter grassiere. Dass Ralph Miliband ein Gegner des Stalinismus blieb, dass er in der britischen Kriegsmarine diente und bei der Landung in der Normandie sein Leben riskierte, dass die Söhne Ed und David Anhänger der parlamentarischen Demokratie sind, unterschlug Levy geflissentlich.

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