Karlen Vesper 07.11.2013 / Kultur

»Kopp hoch, Kleener, det jeht ooch vorbei«

Eugen Friede über sein Abtauchen in Nazideutschland, Retter in der Not und mutige Widerständler

Als wollten sie sich gegenseitig stützen, schmiegen sie sich aneinander - die kleinen Fachwerkhäuschen entlang der Gasse hügelan zur Burg Kronberg im Taunus, einst Stammsitz eines Rittergeschlechts gleichen Namens, das sich indes mit »C« schrieb. 1367 erhielt Ulrich der Rote von Cronberg vom Kaiser die Marktrechte und Gerichtsbarkeit über die sich um seine Burg ausweitende Siedlung, auf dass er über »Scheltworte, Frevel, Unrecht und alles, was Leib und Gut betrifft«, richte, gerecht gegenüber allen, »die Bürger zu Cronberg sind oder werden, Christen und Juden«. 1933 wurde aus Cronberg Kronberg, das »C« galt den Nazis als »undeutsch«. Im März 1945 besetzten Truppen der 3. US-Army die Stadt nahe Frankfurt am Main. Zu jener Zeit saß Eugen Friede in einer Zelle im Polizeigefängnis am Alexanderplatz in der fernen »Reichshauptstadt«.

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