Caroline M. Buck 11.12.2013 / Kino und Film

Gleise. Weichen. Wartesaal

Im Kino: Der tschechische Animationsfilm »Alois Nebel« reflektiert die Auswirkungen historischer Umstürze

Die böse Natur des Menschen ist an allem Schuld, und natürlich die Zeitläufte. Der tschechische Animationsfilm »Alois Nebel« erzählt vom Ende des Zweiten Weltkriegs und der gewaltsamen Deportation der Sudentendeutschen aus der befreiten Tschechoslowakei. Und er erzählt vom Fall der Mauern und der Regime rund fünfundvierzig Jahre später. Von zwei historischen Situationen also, die von Umschwüngen und Umstürzen geprägt waren. Er erzählt von dem, was sie den Menschen antun und ihren Seelen, und wie man sich ein neues Leben aufbauen kann oder mit Haut und Haaren der Vergangenheit anheimfallen, bis man nur noch für Rache und Vergeltung lebt. Das alles erzählt er in knapp anderthalb Stunden - ästhetisch in atmosphärischen Bildern von sehr kontrastreichem Schwarzweiß. Und inhaltlich vor allem über die Erinnerungen, Erlebnisse und gedanklichen Assoziationsketten zweier Männer.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: