Jörg Staude 11.01.2014 / Wochennd

Rote Karte für Windkraft(-Gegner)?

Oskar Lafontaines Ablehnung legt aktuelle Probleme linker Energiepolitik offen.

Die Blutgrätsche gilt unter Fußballern als brutales Foul. Weil es so gar keine Chance gibt, an den Ball zu kommen, werden dem gegnerischen Spieler die Beine weggehauen. Schiedsrichter sollten da keine Gnade kennen: Rote Karte.

Das Bild von der Blutgrätsche bemühten jüngst ansonsten eher zurückhaltende LINKE-Ökologen wie Eva Bulling-Schröter und Wolfgang Methling. Sie watschten aber nicht den politischen Gegner ab, sondern einen aus der eigenen Mannschaft: Oskar Lafontaine, u.a. Ex-Parteivorsitzender und heute Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes. Ende November hatte Lafontaine in einem Interview mit der »Saarbrücker Zeitung« sowie in einem Beitrag für die »FAZ« einen Ausbaustopp für Windkraft in der Bundesrepublik gefordert. Das steht in glasklarem Widerspruch zur geltenden Energiepolitik der LINKEN. Lafontaine begründete den Vorstoß damit, es seien »neue Argumente« (gegen die Windkraft) aufgetaucht. So habe diese 2012 nur 1,3 Prozent der in Deutschland verbrauchten Primärenergie geliefert, sei selbst bei einem - angenommenen - verdoppelten Anteil praktisch bedeutungslos für Energieversorgung und Klimaschutz.

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