Tobias Lambert 04.02.2014 / Ausland

Stadtplanung von oben und unten

Ein Sammelband über die venezolanische Hauptstadt Caracas nimmt das Informelle in den Fokus

Seit dem Amtsantritt des 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez im Jahr 1999 findet in den ärmeren Stadtvierteln von Caracas ein tief greifender Wandel statt. Ein neuer Sammelband beleuchtet ihn.

Die meisten Leute, die Caracas besuchen, bleiben nicht lange. Unter TouristInnen hat die venezolanische Hauptstadt keinen guten Ruf, sie gilt als grau, schmutzig und unsicher. Doch den BesucherInnen wird zumindest die räumliche Segregation zwischen reichem Osten und ärmerem Westen und das Nebeneinander von formaler und informeller Stadt auffallen. Unten im Tal erstrecken sich in Form von Wolkenkratzern und Stadtautobahnen in Beton gegossene Modernisierungsversprechen aus den 1970er Jahren, die den Lebensstil der motorisierten Elite repräsentieren sollten. Doch schon auf dem Weg vom Flughafen nicht zu übersehen sind die Barrios. Die Armenviertel an den Hängen, die von ihren BewohnerInnen in Eigenregie erbaut wurden, verweisen auf eine andere Geschichte. Hier war die Mehrheit der Bevölkerung nie in die formale Stadtplanung einbezogen und öffentliche Dienstleistungen wurden nur bis zum Rand der Hügel erbracht.

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