»Wir haben nicht um Erlaubnis gefragt«

Ralf Krämer im Gespräch über einen Text mit großer Wirkung, zehn Jahre Wahlalternative und die Zukunft der Linkspartei

Der DGB-Chef hielt die Sache »für einen Fehler, geradezu für eine Torheit«. Die SPD-Führung drohte mit Parteiausschluss. Doch die Öffentlichkeit war elektrisiert: Vor zehn Jahren begann die kurze Geschichte der Wahlalternative - eine Geschichte mit Folgen.

Ralf Krämer, Jahrgang 1960, war Landeschef der Jusos in Nordrhein-Westfalen und trat 1999 aus der SPD aus. Von 2001 bis 2004 war er Mitglied der PDS, seit 2002 arbeitet er als Gewerkschaftssekretär beim ver.di-Vorstand.

nd: Vor zehn Jahren fand das erste Treffen jenes Kreises statt, aus dem dann die Wahlalternative hervorgehen sollte. Das Papier, mit dem alles begann, stammt maßgeblich aus Ihrer Feder. Haben Sie seither jemals bereut, es geschrieben zu haben?
Krämer: Nein, im Gegenteil. Das war wahrscheinlich der wirkmächtigste Text, den ich je geschrieben habe, weil er nicht ganz unwichtig war für die Herausbildung der LINKEN. Und bei allen Problemen und Schwächen finde ich die Existenz der LINKEN einen großen Fortschritt gegenüber der Situation vor zehn Jahren.

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