Roland Etzel 05.03.2014 / Ausland

Milde Schelte im Weißen Haus

Netanjahu in Washington: Kurz vor Ende der Nahostverhandlungen ist nichts geklärt

US-Präsident Obama hat den israelischen Regierungschef Netanjahu zu Kompromissen im Nahostfriedensprozess gedrängt. Es soll geknistert haben. Trotzdem gibt sich der Israeli gelassen.

Die Gespräche wurden vorher als »weichenstellend« klassifiziert, denn knapp zwei Monate bleiben nur noch, dann ist die Frist abgelaufen, die US-Außenminister John Kerry voriges Jahr als zeitliches Ziel für ein substanzielles israelisch-palästinensisches Übereinkommen gesetzt hatte. Nachdem in diesem Jahr bisher nichts zu erkennen war, was Bewegung in die weit voneinander entfernten Vorstellungen von einer Friedensvereinbarung bringen könnte, war zu erwarten, dass US-Präsident Barack Obama wenigstens verbal aufs Tempo drückt. Es sei nun die Zeit zu größerer Kompromissbereitschaft gegenüber der anderen Seite, habe der Präsident seinen Gast Benjamin Netanjahu beschieden. Der israelische Ministerpräsident hat dagegen recht unbeeindruckt den Schwarzen Peter an den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas weitergereicht: »Israel hat seinen Beitrag geleistet«, sagte er. »Ich muss bedauerlicherweise sagen, dass die Palästinenser dies nicht getan haben.«

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