Gunnar Decker 01.04.2014 / Kultur

Abstraktion und Ursprung

»Jawlensky neu gesehen« im Museum Gunzenhauser in Chemnitz

Dieser Maler sucht in den Farben einen eigenen Klang. Das mag merkwürdig anmuten, vom Klang der Farben zu reden, man malt schließlich nicht mit den Ohren! Für Alexej von Jawlensky jedoch hat Malen nie bedeutet, etwas Gesehenes abzubilden, sondern sein Sehen ist etwas, das er im Laufe des Lebens verinnerlicht. Da verbindet sich Innen mit Außen, Gesehenes mit Gehörtem, Ausgemaltes mit Erinnertem. Insofern malt der Maler auch nach Gehör, folgt einer inneren Stimme. Die Empfindung selbst wird dabei zum Resultat einer Konstruktion; denn unsere hochzivilisierte Natur ist zu nicht geringen Teilen eine künstliche. Wer uns den Strom abschaltete, machte uns umgehend hilflos. Zurück zur Natur, im Wortsinne verstanden, mündete in bloße Schäferidylle. Also vorwärts immer, rückwärts nimmer?

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