René Heilig 05.04.2014 /

Deutsche Marine als Lückenbüßer

Einsatz der zusätzlichen Fregatte im Mittelmeer dürfte mit Auswirkungen der »Krim-Krise« zusammenhängen

Die Deutsche Marine, so sagt die Bundesregierung, soll sich mit einer Fregatte am maritimen Begleitschutz für die »Cape Ray« im Mittelmeer beteiligen. Auf diesem US-Spezialschiff sollen in einem geheim gehaltenen Seegebiet die syrischen Chemiewaffen durch Hydrolyse entschärft werden. An dem am gestrigen Freitag im Bundestag behandelten Antrag ist manches merkwürdig. Erstens: Der im Dezember von der Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) auf Grundlage der UN-Sicherheitsrats-Resolution 2118 vom 27. September 2013 erstellte Plan sah Derartiges nicht vor. Wäre die Beteiligung der Deutschen Marine nämlich geplant gewesen, käme der jetzt eingereichte Antrag um Monate zu spät. Die Operation wäre jetzt - hätte man den Plan eingehalten - bereits beendet. Der sieht für den Abtransport der syrischen Kampfstoffe aus dem Hafen von Latakia durch den dänischen Frachter »Ark Futura« und die norwegische »Taiko« eine Nahsicherung vor, die von der russischen und der chinesischen Marine gestellt wird.

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