Martin Höfig 12.04.2014 / Inland

Antifa auf der Höhe der Zeit?

Henning Obens über neue Herausforderungen für die Antifaschistische Bewegung

»Antifa in der Krise?« fragt ein internationaler Kongress, der unter anderen von der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 11. bis 13. April in der TU Berlin organisiert wird. Ein Interview mit Henning Obens.

nd: Der Antifakongress »Antifa in der Krise?« ist international ausgerichtet. Die Veranstalter nehmen den gesamteuropäischen Rechtsruck ins Visier. Gibt es beim Erstarken von Nationalismus und Rassismus Unterschiede zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern?
In Deutschland gab und gibt es noch immer alltäglichen Rassismus und eine Anzahl von rassistischen Morden wie in fast keinem anderen Land. Dennoch gibt es hierzulande momentan keine rechten Wahlerfolge wie in den Niederlanden, Frankreich und England, oder rechte Massenmobilisierungen wie zuletzt in der Schweiz mit der erfolgreichen Abstimmung »gegen Masseneinwanderung«. Die NPD hat, trotz ihrer noch immer existierenden Stärke, ziemlich an Bedeutung verloren. Aber mit der AfD und auch den rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte braut sich auch hier etwas zusammen, das wir analysieren und wogegen wir Strategien entwickeln müssen.
In Griechenland, Ungarn und im Moment auch der Ukraine, wo sich offen faschistische Banden und Milizen geradezu nach historischem Vorbild der Nazis gründen, ist das nochmal eine andere Dimension. Gleichzeitig verschieben aber all diese Bewegungen – ob nun militante Nazis oder rechtspopulistische Parteien – die gesellschaftlichen Koordinaten nach rechts.

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