»Ein zweites Gezi kann es nicht geben«

Der türkische Anarchist Devrim Ronans über das Zusammenspiel linker Bewegungen und den 1. Mai in Istanbul

Devrim Ronans ist Mitglied der Anarsi Eyleme Federasyonu, einer anarchistischen Gruppe im Istanbuler Stadtteil Okmeydani. Peter Schaber sprach mit ihm über die Anfänge der anarchistischen Bewegung in der Türkei, deren Verbindungen zu anderen linken Bewegungen und die Folgen aus den Gezi-Protesten im vergangenen Jahr.

nd: In den Stadtteilen Istanbuls wie hier in Okmeydani gibt es eine Vielfalt an linken Gruppen, vor allem marxistisch-leninistische. Wie ist deren Verhältnis zu den anarchistischen?
Ronans: Die anarchistische Bewegung hat sich nach dem Putsch vom September 1980 entwickelt. Sie kam hauptsächlich aus dem Einflussbereich der marxistischen Linken, was nicht von Vorteil war. Viele der Aktivisten hatten Probleme mit hierarchischen Formen auch innerhalb der radikalen Linken und Probleme mit der dort vorherrschenden Ideologie. Deshalb haben sie sich von den marxistischen Gruppen abgegrenzt und langsam angefangen, sich zu organisieren. In den 1990er Jahren zog es die anarchistische Bewegung dann auf die Straße. Man organisierte sich unter dem Dach der Anarchistischen Jugendföderation und begann, mehr Radikalität in die Bewegung zu tragen.

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