Jürgen Amendt 24.05.2014 / Kultur

Die Hofnarren des Zweiten

Fünf Jahre «heute-show» im ZDF

Harald Schmidt, der Meister des zynischen Wortes, berichtete vor vielen Jahren in einer TV-Doku über Kay und Lore Lorentz, jene Granden des bundesdeutschen politischen Kabaretts, über die Arbeitsbedingungen am Düsseldorfer «Kom(m)ödchen, das von dem Paar gegründet wurde und das viele Jahrzehnte für linksliberale Satire-Kultur stand. Kay und Lore Lorentz, so Schmidt, hätten nicht nur über alles, was rechts von ihnen war, geätzt, sie pflegten auch diese gewisse Attitüde, die dem linksliberalen Bürgertum hierzulande stets eigen war: Eigentlich können wir es besser als ihr, unsereiner könnte das Land besser regieren als all die Helmut Kohls, Rainer Barzels und Franz-Josef Strauß’. Kurz nach dem Überlaufen der Genscher-FDP zur Union 1982 sei Lore Lorentz, so Schmidt weiter, überzeugt gewesen, dass sich »dieser Kohl« nicht lange halten werde. Das Volk könne doch nicht so einfältig sein und auf einen Mann hereinfallen, der nicht einmal richtig Englisch könne und intellektuell minderbemittelt sei.

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